Text oder Design – was kommt bei Ihrer neuen Webseite zuerst?

Text oder Design – was kommt bei Ihrer neuen Webseite zuerst?

Entsteht zuerst der Text und das Design bringt ihn dann in die richtige Form, sodass er für Ihre Kunden gut lesbar ist?

Oder gibt das Webdesign vorab einen optischen „Rahmen“ vor, und Sie richten sich mit Ihrem Text nach dem vorgesehenen Platz?

Und wie können Sie alle wichtigen Informationen auf Ihre Webseite bringen und gleichzeitig eine optische Wohlfühlatmosphäre für Ihre Kunden erzeugen?

Müssen Sie wirklich entscheiden, ob Text oder Design zuerst drankommen, oder ist es besser, wenn Text und Design parallel entstehen?

Ich zeige Ihnen, welcher Weg Ihnen am besten hilft, damit Ihre Webseite genau das für Sie tut, was Sie sich wünschen: einen professionellen ersten Eindruck erzeugen und Kunden gewinnen.

Text oder Design – was kommt bei Ihrer neuen Webseite zuerst?

Wie ist der Ablauf, wenn zuerst das Design für Ihre Webseite entsteht?

Als Kunde möchten Sie verständlicherweise schnell sehen, wie Ihre Webseite aussieht, wenn sie fertig ist.

Sie möchten vor Augen haben, wie Ihr „digitaler Sparringspartner“ wirkt, damit Sie sicher sind, dass Sie sich mit Ihrer Webseite identifizieren und wohlfühlen können. Denn schließlich repräsentiert Ihr Internetauftritt Sie 365 Tage im Jahr und rund um die Uhr im Web.

Ihr Wunsch, das fertige Design möglichst bald zu sehen, kann ich sehr gut nachvollziehen.

Es ist wie eine frisch renovierte Wohnung, die Sie das erste Mal anschauen.

Der Ablauf wäre also folgender:

Der Webdesigner gestaltet Ihre Webseite und verwendet erstmal Platzhalter-Texte.

Er hat dabei noch keine inhaltlichen Informationen, die er als Basis nehmen kann.

Er weiß nicht, wo später etwas im Text besonders hervorgehoben werden soll und wie er mithilfe des Designs dafür sorgen kann, dass Ihre Kunden sofort sehen, welchen Nutzen Ihr Angebot bietet.

Der Designer gestaltet Ihre Webseite also rein nach dem optischen Wohlfühlaspekt. Und das Ergebnis wirkt auf den ersten Blick vielleicht sogar ideal für Sie.

Doch dann schreiben Sie Ihre Texte (oder lassen sie schreiben) und wenn sie diese dann in Ihre Webseite einbauen, stellen Sie fest: Die Webseite sieht plötzlich ganz anders aus. Das liegt daran, dass manche Ihrer Textteile länger, manche kürzer sind als in dem Entwurf mit Platzhalter-Text.

Natürlich gibt es auch diesen Weg: Sie richten sich beim Schreiben genau nach dem Platz, den Ihr Webdesigner im Design mit dem Platzhalter-Text vorgibt. Dabei ist es aber sehr wahrscheinlich, dass Sie vorne und hinten nicht mit dem Platz hinkommen. Mal ist zu wenig Platz, mal zu viel.

Das bewirkt, dass Sie sich nicht darauf konzentrieren können, Ihre Persönlichkeit und echten Nutzen für Ihre Kunden in die Texte zu bringen. Das Design engt Sie ein. Sie machen sich mehr Gedanken um das Aussehen der Texte als um den Inhalt.

Das Design ist in dem Fall eine reine Schablone, ohne Bezug zu Ihren Texten. Ihre potenziellen Kunden werden merken, dass sie nicht für Sie im Mittelpunkt stehen.

Außerdem werden Sie unzufrieden sein und sich mit Ihrer Webseite nicht wohlfühlen. Und Unsicherheit ist keine gute Basis, um mit der Webseite in die Akquise zu starten.

Wie sieht es andersherum aus?

Angenommen, Sie schreiben zuerst den Text und das Design kommt danach

Für Sie als Kunde bedeutet das: Sie brauchen erstmal eine große Portion Geduld, denn der Webdesigner kann erst mit der Gestaltung loslegen, wenn er die fertigen Texte von Ihnen bekommt.

Und gleichzeitig es ist für Sie nicht einfach, die Texte zu schreiben, wenn Sie noch überhaupt keine Idee davon haben,

  • wie die Inhalte später im Webdesign angeordnet sein werden,
  • wo Ihr Besucher was tun soll
  • und vor allem welche Inhalte zuerst zu lesen sein sollten, damit Sie Kunden in Ihre Webseite ziehen.

Außerdem wird die Frage aufkommen, wie viel Text Sie auf Ihrer Webseite überhaupt brauchen.

Möglicherweise fehlt Ihnen beim Schreiben auch ein emotionaler Anstupser. Etwas, das Ihnen hilft, klar vor Augen zu haben, wie Ihre Webseite später Ihre Persönlichkeit und die passende Stimmung vermitteln wird.

Wenn Sie da schon wissen, wie das Design aussieht … dann können Sie sich viel besser hineindenken.

Im Prinzip ist die Variante „Text zuerst“ (content first) keine schlechte Idee. Ihr Designer hat auf diese Art Ihre Inhalte zur Orientierung und kann optisch die wichtigen Dinge hervorheben.

Doch der Ablauf ist eher starr. Sie liefern den Text und der Designer gestaltet Ihr Webdesign. Sie können vorab und während Ihre Inhalte entstehen nicht gemeinsam den Nutzen für Ihre Kunden im Blick behalten.

Idealerweise heißt es auf Ihrer Webseite also nicht: Text oder Design zuerst, sondern Text und Design entstehen parallel

Warum ist das wichtig?

Weil Sie so die ganze Zeit Ihren Kunden im Fokus haben können. Denn er ist das Ziel Ihrer Webseite.

Und: Sie können sich bei einzelnen Schritten immer wieder mit Ihrem Webdesigner abstimmen. Inhalt und Design entstehen im Pingpong-Effekt. So gehen Sie sicher, dass Sie sich mit Ihrer Webseite wohlfühlen und Ihre Kunden später Antworten auf alle wichtigen Fragen finden.

Wie Sie alle wichtigen Fragen Ihrer Kunden beantworten können, lesen Sie hier.

So sieht der Ablauf aus, wenn Text und Design parallel entstehen:

Am Anfang kommt das inhaltliche Konzept Ihrer Webseite

Sie beginnen nicht sofort mit dem Schreiben, sondern gehen gedanklich zuerst etwas tiefer:

  • Welche Ziele möchten Sie mit Ihrer Webseite erreichen?
  • Und welche Inhalte sind dafür nötig?

Wenn Sie diese Fragen für sich (gemeinsam mit Ihren Kunden) beantworten, fällt es Ihnen gleich viel leichter zu entscheiden:

  • welche Seiten Sie brauchen,
  • wie die Navigationsleiste aufgebaut ist,
  • welche Informationen Sie auf den einzelnen Seiten zeigen werden
  • und in welcher Reihenfolge diese auf der jeweiligen Seite erscheinen.

Das Ganze halten Sie, gemeinsam mit Ihrem Webdesigner und auf Wunsch einem Webtexter, in einem Konzept fest.

Diese Konzept-Skizze wird auch Wireframe genannt (eine Art Gitternetz). Sie zeigt, welcher Inhalt später wo stehen soll.

Mithilfe des Konzepts können Sie einschätzen, wie umfangreich einzelne Textabschnitte und die Seiten insgesamt etwa werden sollen.

Wireframe Konzept-Skizze für die Anordnung der Inhalte auf der Webseite

Während der Konzept-Phase legen Sie mit Ihrem Webdesigner fest, welcher Inhalt wo auf der Webseite zu sehen sein soll. Dabei geht es nur um die Anordnung. Design-Details stehen nicht im Fokus und der finale Text steht noch nicht fest.

Sie können dieses Wireframe zusammen mit Ihrem Webdesigner erstellen. Ein guter Webdesigner empfiehlt Ihnen außerdem immer, sich Unterstützung von einem Webtexter zu holen.

Ein professioneller Webtexter bietet diese ausführliche Konzeptphase von vornherein mit an, wenn er in die Zusammenarbeit mit Ihnen startet. Und der Texter, Ihr Webdesigner und Sie stimmen sich regelmäßig ab.

Eine ausführliche Abstimmung ist bei der Konzeptphase aus diesem Grund sinnvoll: Sie stellen sich gemeinsam immer wieder die Frage: „Zeigt die geplante Anordnung der Inhalte meinen Kunden später genau, was sie wann tun sollen und wo sie welche Antwort finden?“

So bleibt Ihr Ziel im Fokus.

„Wie soll das Design später wirken?“ – zuerst entsteht Ihre Designlandschaft unabhängig vom Inhalt der Webseite

Welche Emotionen möchten Sie bei Ihren potenziellen Kunden auslösen? Welche Eigenschaften Ihres Unternehmens sollen Interessenten auf den ersten Blick sehen?

Mithilfe einer Designlandschaft, die der Webdesigner für Sie erstellt, sehen Sie, wie Farben, Schriften und andere Designelemente zusammen wirken. Dazu gehören auch erste Anmutungen einer möglichen Bildwelt, das Zusammenspiel mit Ihrem Logo und Beispiele, wie Überschriften und Text aussehen werden.

Dabei liegt der Fokus rein auf der optischen Wirkung.

So eine Designlandschaft hat den Nutzen, dass Sie sich schon vorstellen können, wie Ihre Webseite später wirken wird, ohne dass Sie sich in inhaltlichen Details verlieren.

Hier in der Google Bildersuche können Sie sich Beispiele für Designlandschaften (Stylescapes) ansehen.

Auf Basis des Konzepts erstellen Sie die Texte für Ihre Webseite

Durch das Konzept (die Wireframes) und die Designlandschaft haben Sie (oder Ihr Texter) während des Schreibens schon ein klares Bild davon im Hinterkopf, wie Ihre Webseite aufgebaut ist und emotional wirken wird.

Sie können sich an diesem Konzept entlanghangeln.

Der Vorteil dabei ist: Sie haben das Ziel schon klarer vor Augen, und es gibt keine statischen Designvorgaben, die Sie beim Schreiben einengen und ablenken.

Ihr Webdesigner unterstützt Sie bei Abstimmungen. Und er berät Sie, auf welche Dinge Sie schon beim Schreiben achten können, damit Ihr Text auf der Webseite später gut lesbar ist.

Wie sehen die einzelnen Inhaltselemente aus?

Gemeinsam mit Ihrem Webdesigner legen Sie fest, welche Inhaltselemente welche Optik bekommen sollen.

  • Wie sieht zum Beispiel die optische Gliederung Ihres Textes mit Überschrift, Zwischenüberschriften, Text und Aufzählungen aus?
  • Welche Inhalte werden hervorgehoben (zum Beispiel separat betonte, kurze Anreißertexte, die auf Ihre Angebote hinweisen)?
  • Wie sehen Elemente aus, die Ihren Besuchern helfen, sich auf Ihrer Webseite zu orientieren und Ihnen Anfragen zu senden (Buttons, Links im Text, Kontaktformular, Navigationsleiste)?

Der Designer überträgt die optischen Eigenschaften, die Sie vorab gemeinsam in der Designlandschaft festgelegt haben, auf die einzelnen Inhaltselemente. So ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild aus einem Guss.

Entsteht das Design der Inhaltselemente parallel zum Text Ihrer Webseite, hat das diese Vorteile:

Vorteile:

  • Sie können mit Ihrem Designer abstimmen, wie viel Platz Sie für einzelne Inhalte brauchen.
  • Sie sehen, wie Ihr Webdesign – zusammen mit Ihrem Text – wächst.
  • Das Ergebnis sind klare Designvorgaben für jedes Element.
  • Die gestalteten Inhaltselemente können Sie später in Ihrer Webseite immer wieder an unterschiedlichen Stellen verwenden und mit neuen Inhalten befüllen.

Die wichtigen Roh-Bestandteile Ihres Webdesigns stehen jetzt.

Im nächsten Schritt kann der Programmierer die festgelegten Designvorgaben technisch umsetzen.

Ihre Texte und das Design kommen zusammen

Sobald Ihre Webseite programmiert ist, baut Ihr Webdesigner die einzelnen Seiten Ihrer Webseite auf und bindet Ihre Texte ein.

Zu diesem Zeitpunkt stehen die wichtigen Eckpunkte bereits fest:

  • Es ist klar, wo welcher Inhalt stehen wird.
  • Sie wissen, wie Ihre Webseite optisch wirken wird und erleben keine ungewollte Überraschung.

Wenn die einzelnen Seiten fertig sind, bedarf es – wenn überhaupt – nur wenig Finetuning.

Das Ergebnis entspricht dem Ziel, das Sie für Ihre Webseite definiert haben.

Und möchten Sie später Ihre Texte aktualisieren oder erweitern, dann ist auch das flexibel möglich.

Fazit

Die Antwort auf die Frage „Text oder Design – was kommt bei Ihrer Webseite zuerst?“ ist also idealerweise: keines von beiden.

Denn wenn Text und Design für Ihre Webseite parallel entstehen, hat das für Sie als Kunde diese Vorteile:

  • Sie behalten Ihr Ziel im Auge, Ihren Kunden bestmöglich bei seinem Anliegen abzuholen.
  • Sie sitzen nicht auf heißen Kohlen, denn Sie wissen die ganze Zeit über, wie und mit welchen Schritten Sie dieses Ziel erreichen.
  • Sie sehen früh Design-Zwischenergebnisse und wissen, wie Inhalte angeordnet werden
  • und bei Abstimmungen können jederzeit Anpassungswünsche und „Richtungskorrekturen“ einfließen.

Wenn Sie bereits Texte geschrieben haben, bevor Sie sich mit dem Thema Design für Ihre Webseite beschäftigen, ist das nicht schlimm.

Sie können mit Ihrem Webdesigner gemeinsam schauen, wie Sie den Nutzen für Ihre Kunden optimal in den Vordergrund stellen können und wie das Webdesign dabei hilft.

Eine Konzept-Skizze (Wireframe) ist trotzdem sinnvoll. Damit können Sie feststellen, an welchen Stellen Sie den Text eventuell noch anpassen können, damit Sie Ihren Besucher letztendlich gut in die Webseite hineinführen.

Was können Ihre nächsten Schritte sein?

Sind Sie auf der Suche nach einem Webdesigner, bei dem Sie sich gut aufgehoben fühlen, und brauchen noch Tipps, auf was Sie bei Ihrer Suche achten können?
Lesen Sie, wie Sie den passenden Webdesigner finden.

Fällt es Ihnen schwer zu entscheiden, ob Sie Ihre Website-Texte selbst schreiben oder schreiben lassen sollen? Dieser Artikel zeigt ihnen die Vor- und Nachteile von beidem und Sie erfahren zwei sehr hilfreiche Mittelwege.

Sind Sie unsicher, was der Grund dafür ist, dass Ihre Webseite keine Kunden gewinnt?
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Hallo, ich bin Nicole van Meegen

Profilbild Nicole van Meegen

Ich designe Webseiten für Arztpraxen, die nicht nur „hübsch“ sind, sondern die Patientengewinnung ankurbeln. Professionelle Außenauftritte designe ich seit 13 Jahren mit dem Background Diplom-Kommunikationsdesign.

In meiner freien Zeit knuddle ich meine beiden Katzen, wenn ich nicht gerade tanze oder in Haltern am See durch die Wälder streife.

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