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Die passende Schrift für Ihre Webseite wählen – ohne Herumprobieren

Die passende Schrift für Ihre Webseite wählen – ohne Herumprobieren

Sind Sie unsicher, welche die passende Schrift für Ihre Webseite ist? Vielleicht haben Sie selbst schon verschiedene Schriften für Ihre Webseite ausprobiert, aber irgendwie sind Sie nicht zufrieden – und das Herumprobieren leid?

Eine schlecht lesbare Schrift bewirkt, dass Besucher Ihre Webseite verlassen, ohne tatsächlich zu lesen. Das können Sie verhindern, indem Sie bestimmte Punkte beachten, die ich Ihnen hier zeigen möchte.

Es ist kein Hexenwerk.

Die passende Schrift für Ihre Webseite wählen – ohne Herumprobieren

Wie helfen Ihnen die Tipps in diesem Artikel?

Sie bewirken, dass Ihr Webseitenbesucher leichter und intuitiv in ihre Texte einsteigt. Eine gut gewählte Schrift sorgt dafür, dass Ihr Leser die Schrift als solche nicht wahrnimmt, sondern sofort zu lesen beginnt. Sein Fokus liegt auf Ihrem Inhalt.

Die passende Schrift für die eigene Webseite finden bedeutet, zuerst vor Augen zu haben, welche Aufgaben sie auf der Webseite hat.

  • Sie vermittelt Informationen (sprich die Schrift dient als „Übermittler“, als „Träger“, oder „Brücke“)
  • Sie vermittelt unterschwellig und idealerweise die gleichen Emotionen, wie das restliche Design der Webseite (damit sich Ihre Webseitenbesucher wohlfühlen und ohne das ein optischer Bruch entsteht).

Das heißt, wenn es darum geht, dass Ihr Webseitenbesucher Ihre Texte und Angebote versteht, ist die Schrift Ihr Werkzeug und nicht der Punkt, der für sich genommen im Rampenlicht steht.

Eigenschaften, die eine gut gewählte Schrift braucht, um Informationen präzise zu transportieren

Suchen Sie die passende Schrift für Ihre Webseite, steht als Erstes die gute Lesbarkeit im Vordergrund. Die Optik unterstützt den Zweck. Und der Zweck ist, dass der Besucher Ihrer Webseite intuitiv beginnt zu lesen.

Achten Sie bei der Wahl Ihrer Schrift darauf, wieviel Aufmerksamkeit diese visuell auf sich lenkt

Eine Schrift, die selbst die Aufmerksamkeit für sich beansprucht und dem Inhalt die Show stiehlt, ist nicht die richtige Wahl. Häufig sind diese Schriften außerdem schlecht lesbar.

Welche Art von Schriften sind solche Aufmerksamkeitsdiebe?

Zum Beispiel sehr schnörkelige Schriften (hierzu weiter unten im Artikel mehr). Oder sehr bildhafte, bei denen die einzelnen Buchstaben eher wie Grafiken wirken und flüssiges Durchlesen unmöglich ist.

Schriften, bei denen es die Optik schwer macht, den Inhalt zu erfassen

Wie dick sollte die Schrift auf Ihrer Webseite sein?

Wählen Sie eine sehr dünne Schrift, wirkt diese insgesamt sehr hell

Je nach dem, was für einen Hintergrund Sie für Ihre Texte wählen (zum Beispiel eine Farbfläche) kann es schnell passieren, dass die Schrift mit dem Hintergrund verschmilzt. Sprich optisch „ineinanderläuft“.

Die Konturen der Schrift scheinen vor dem Auge zu verschwimmen.

Wie Sie Schrift und Hintergrundfarbe richtig kombinieren und auf was sie bei der Wahl der Hintergrundfarbe achten können, erfahren Sie hier.

 

Bestimmt haben Sie auf anderen Webseiten selbst schon öfter das Gefühl gehabt, dass der Text sehr anstrengend zu lesen ist.

Grund dafür ist häufig eine solch filigrane Schrift. Wenn Sie eine Webseite so auf sich wirken lassen, wie Sie es mit einem Bild an der Wand tun, dann sieht dünne, zarte Schrift erstmal edel aus.

Doch versuchen Sie längere Abschnitte zu lesen und sich auf die Informationen im Text zu konzentrieren, verschwindet der edle Charakter schnell und weicht dem Frust.

Und Frust wollen Sie als Webseitenbetreiber tunlichst vermeiden, wenn es um Ihre potenziellen Kunden geht.

Verwenden Sie eine sehr dicke Schrift, dann beansprucht jede Zeile in Ihrem Text gleich viel Aufmerksamkeit

Ihr Leser kann nicht mehr unterscheiden, was wichtig ist.

Nutzen Sie fette Schrift also nur, um einzelne Wörter, oder kurze Sätze hervorzuheben.

Das können zum Beispiel auch Links und Überschriften sein. Oder einfach auch Hilfestellungen, um schnell wichtige Passagen zu finden.

Die beste Wahl ist – wie so häufig – die goldene Mitte:

eine normale Schriftdicke, die sich gut vom Hintergrund abhebt und bei der fette Betonungen gut ins Auge fallen.

Wieviel Platz nehmen Buchstaben und Wörter in den Zeilen Ihrer Webseitentexten ein?

Während Sie die passende Schrift für Ihre Webseite wählen, testen Sie auch, wie viele Zeichen in eine Textzeile passen. Je nach Breite der Buchstaben, sind das mehr oder weniger.

Lesen Sie hier, wie die Zeilenlänge beeinflusst, ob Ihre Webseitenleser bleiben, oder gehen.

Weil Überschriften größer sind, als der normale Text, nehmen sie naturgemäß auch mehr Platz ein. Schriften mit breiten Buchstaben füllen sehr schnell die Zeilen – das nimmt vor allem bei der mobilen Ansicht Ihrer Webseite viel unnötigen Raum ein. Je breiter die Buchstaben, desto länger der Text, desto mehr muss Ihr Besucher scrollen.

Schmale Buchstaben geben Ihnen mehr Raum für Ihren Text. Überschriften sind am besten lesbar, wenn Sie kurz sind oder durch schmale Schrift kürzer wirken.

breite vs. schmale Schrift auf Webseiten am mobilen Bildschirm

breite Schrift braucht deutlich mehr Platz am mobilen Bildschirm als schmale

Verzichten Sie darauf, sehr schmale Schrift für längere Textabsätze zu nutzen. Die Buchstaben liegen bei schmalen Schriften enger beieinander und das bewirkt, dass sie optisch aneinander zu kleben scheinen. Das wirkt ganz besonders dann so, wenn sie „im Rudel auftreten“ und die Schrift eher klein ist.

Textabsatz mit schmaler Schrift

schmale Schrift eignet sich nicht für lange Textabsätze, weil die Buchstaben sehr nah beieinander sind. Das weckt den Eindruck, als sollte möglichst viel Text auf möglichst wenig Fläche gebraucht werden.

Vorsicht bei sehr geschwungener, schnörkeliger Schrift

Es passiert schnell, dass einzelne Buchstaben bei geschwungener Schrift nicht gut erkennbar sind. Wenn sich der Leser Ihrer Webseite fragt: „Ist das jetzt ein a oder ein o?“, ist das ein Stolperstein beim Lesen, der Irritation erzeugt. Und entstehen solche Verzögerungen beim Lesen häufiger, haben Sie das Interesse des Webseitenbesuchers schnell verloren.

Manche Schriften sind an sich gut lesbar, doch trotzdem ist es schwierig, sie quasi „im Vorbeilesen“ zu erfassen. Doch genau das möchten Ihre Webseitenbesucher: Sie lesen sozusagen einmal schnell quer über Ihren Text und schauen, ob der Inhalt interessant für sie klingt.

Ein Innehalten und ein „Moment, was steht da?“ ist zeitlich für den eiligen Leser nicht drin ;). Sind sie als Kunde auf anderen Webseiten unterwegs, geht es Ihnen bestimmt genauso.

Entscheiden Sie sich bewusst für eine geschwungene Schrift (zum Beispiel für Überschriften), dann prüfen Sie die Lesbarkeit am besten vorab „am lebenden Objekt“ ;).

Will sagen: Testen Sie einmal alle Buchstaben, ob sie gut erkennbar sind. Hierzu eignet sich zum Beispiel so ein Satz wie: „Franz jagt im komplett verwahrlosten Taxi quer durch Bayern.“ Darin kommen alle Buchstaben des Alphabets vor.

Weitere sogenannte Pangramme finden Sie auf dieser Seite:
https://www.designerinaction.de/design-wissen/pangramme/

Wenn Sie eine geschwungene Schrift wählen, dann am besten eine, deren Buchstaben flüssig ineinander übergehen oder klare und schlichte Formen haben. Schnörkel lenken den Blick unnötig auf sich und gleichzeitig vom Inhalt ab.

drei Beispiele für geschwungene Schriften

Spricht die Schrift Ihre Zielgruppe visuell an?

Wählen Sie die Schrift für Ihre Webseite so, dass sie sich optisch an den Stil Ihres ganzen Webdesigns anlehnt. So entsteht ein stimmiges Gesamtbild.

Ein Coach, der sich mit seinem Angebot eher an Frauen wendet, wird keine „eckige“, technische Schrift nutzen.

Ein Anwalt keine weiche, sanfte Schrift.

Sie sprechen mit einem etwas runderen, weiblicheren Stil Ihre Zielgruppe an? Sie verwenden jedoch trotzdem klare Formen und möchten nicht „verspielt“ wirken?
Mit der Schrift auf Ihrer Webseite können Sie leicht abgerundete Formen aufgreifen und dabei dennoch ein klares, Schriftbild ohne Schi-Schi und Schnörkel bewahren.

Die optische Wirkung, mit der Sie auf Ihre Zielkunden zugehen ist eher geradlinig? Auch das lässt sich auf Ihrer Webseite sehr gut visuell der Schrift aufgreifen.

Die passende Schrift für Ihre Webseite hat den gleichen Designstil, wie das Webdesign

Die passende Schrift für Ihre Webseite kann sich auch in Ihrem Logo wiederfinden

Wichtig: Eine bestimmte optische Stimmung zu erzeugen ist zwar gut, doch Im Vordergrund steht dabei immer die Lesbarkeit der Schrift.
Emotionen sind der Einstieg in Ihre Webseite. Aber sobald Ihr Webseitenbesucher beginnt, Ihre Texte zu lesen, zählt nur, dass die optische Struktur Ihrer Texte das Lesen so leicht wie möglich macht.

Fazit: Eine gute Schrift ist eine, die Ihr Leser beim Lesen gar nicht bewusst wahrnimmt. Sie unterstützt den Zweck und bringt den Inhalt in den Vordergrund, nicht sich selbst.

Was können Sie als Nächstes tun?

Ist die passende Schriftart für Ihre Webseite gefunden, geht es daran, die inhaltliche Hierarchie Ihres Webtextes auch optisch für Ihre Leser und für Suchmaschinen zu verdeutlichen. Möchten Sie eine Eintrittskarte für besseres Suchmaschinenranking lösen? Dann lesen Sie hier, wie Sie Ihren Text auf der Webseite mit Überschriften gliedern.