Gestaltungstipps für Ihre Visitenkarten

Gestaltungstipps für Ihre Visitenkarten

Anhand des »Visitenkarten Tisch Tests« zeige ich Ihnen, warum ein durchgängiges Grafikdesign für die Vorder- und Rückseite Ihrer Visitenkarte wichtig ist.

Sie bekommen Design Tipps, damit Ihre Visitenkarte gut lesbar ist und Anregungen, welche Informationen auf der Karte sinnvoll sind.

Ich liefere Ihnen eine Pro und Contra Übersicht, die Sie bei der Formatwahl für Ihre Visitenkarte unterstützen.

Gestaltungstipps für Ihre Visitenkarten

Der »Visitenkarten Tisch Test«

Kürzlich war ich bei einem Netzwerktreffen. Bei einem Gespräch mit einem Netzwerkpartner sah ich neben ihm auf dem Tisch einige Visitenkarten liegen.

Auf manchen war ein Bild in sanften Farben und rote und weiße Schrift zu sehen. Auf anderen sah ich Farbflächen mit einer schlichteren Schrift. Beide Kartenvarianten hatten unterschiedliche Farbstimmungen und verschiedene grafische Stile.

Meine Annahme: Die einen sind wahrscheinlich seine eigenen Karten und die anderen sind Karten eines anderen Netzwerkers, der gerade nicht am Tisch ist.

Im Gespräch stellte sich jedoch heraus: Es sind alles die gleichen Karten – und zwar seine eigenen. Doch Vorder- und Rückseite zeigten kein einheitliches Design, darum habe ich nicht erkannt, dass sie zusammengehören.

Bei Netzwerktreffen, Messen und Co. liegen Visitenkarten oft so zufällig »wie hingestreut« auf der Rückseite oder der Vorderseite.
Achten Sie darauf, dass Ihr Visitenkartendesign auf beiden Seiten deutlich zu erkennen ist. Sprich die Farben, Schriftarten und der grafische Stil sind aus einem Guss.

Dann ist sofort klar, dass diese Visitenkarten Seiten zu ein und derselben Person gehören. Und jeder kann Ihre Visitenkarte eindeutig mit Ihnen und Ihrem Unternehmen in Verbindung bringen.

Und hier kommen die Gestaltungstipps für Ihre Visitenkarten:

Ist Ihre Visitenkarte auch für Personen mit schwächeren Augen gut lesbar?

Wenn Sie kleine Schrift auf Ihrer Visitenkarte verwenden bleibt viel Luft im Layout und die ganze Visitenkarte wirkt edel …
Doch Ihre potenziellen Kunden und Ihre Netzwerkpartner haben eventuell eine weniger gute Sehstärke. Ermöglichen Sie Ihnen mit einer angenehmen Schriftgröße das entspannte Lesen.

Auch hier können Sie wieder eine Art Tisch-Test machen. Legen Sie Ihre Visitenkarte vor sich auf einen Tisch und lehnen Sie sich zurück. Können Sie jetzt noch alles gut lesen, was auf der Karte steht?

Einen ähnlichen Leseabstand hat auch die Person, der Sie die Karte in die Hand geben. Die Texte sollen ohne Anstrengung gelesen werden können. Auch für Visitenkarten gilt eine Art Fernwirkung.
OK, die »Ferne« (sprich der Abstand zur Karte) hält sich hier in Grenzen ;). Aber Sie verstehen was ich meine.

Wählen Sie also eine Schriftart und Schriftgröße, die auch »im Vorbeischauen« gut lesbar ist.

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Beispiel für eine gute Schriftgröße bei der Visitenkarten Gestaltung. Auch mit einem normalen Blickabstand zur Karte noch gut lesbar.

Farbkontraste auf Ihrer Visitenkarte – für alle Lichtverhältnisse gerüstet

Gute Farbkontraste sind für alle Designs in Ihrem Marketing wichtig. Das gilt für Ihre Website, Ihre Flyer und natürlich für Ihre Visitenkarten.
Nicht jeder Netzwerkraum ist hell erleuchtet. Oder vielleicht treffen Sie Ihren Wunschkunden in einem gemütlichen Restaurant mit Schummerlicht.

Machen Sie es ihm mit klaren Farbkontrasten so leicht wie möglich, alle Informationen gut zu erkennen.

Visitenkarte Design formotec

Schwarz und weiß ist der größtmögliche Kontrast für die Schrift auf Ihrer Visitenkarte. Auch bei anderen Farbzusammenstellungen ist es wichtig, dass zwischen der Hintergrundfarbe und der Farbe im Vordergrund ein großer Helligkeitsabstand besteht.

Der Textinhalt Ihrer Visitenkarte.
Verknappung?
Informationsfülle?
Oder der goldene Mittelweg?

Der Inhalt Ihrer Visitenkarte kann am besten in wenigen Sekunden erfasst werden, wenn Sie sich auf das Nötigste beschränken.
Informationen wie Name, Adresse, Telefon, E-Mail und Website sind sicherlich wichtig. Die Adresse kann in manchen Fällen – je nach Tätigkeit – sogar entfallen.

Fragen Sie sich einfach  »welche Informationen sind mir am wichtigsten« und »welche benötigt meine Zielgruppe auf jeden Fall«.
Sorgen Sie für Verknappung, für eine geschärfte Aussage, dafür, dass die Essenz bleibt.

Die W-Fragen können Ihnen sehr gut helfen, im Vorhinein alle wichtigen Infos zusammenzustellen:

  • Wer bietet an? (Dein Name, Logo, Firmenname)
  • Wo finde ich Sie? (Website, Soziale Netzwerke, Postadresse)
  • Was bieten Sie an? (Ihr Angebot/ Ihre Leistung)
  • Welchen Nutzen bietet mir Ihre Leistung?
  • Wann kann ich Sie erreichen? (Bei manchen Tätigkeiten ist es durchaus sinnvoll, die Öffnungszeiten mit dazuzuschreiben.)
  • Wie kann ich Sie sonst erreichen (E-Mail-Adresse, Social Media etc.)

Zum Thema W-Fragen habe ich auch einen ausführlichen Blogartikel geschrieben. Darin geht es speziell um Ihre Webseite. Die W-Fragen lassen sich auf alle Ihre Marketingunterlagen anwenden.

Visitenkarte Design Silke Beyer Ergotherapie

Neben den üblichen Kontaktdaten ist auf dieser Visitenkarte auch eine Standortskizze zu sehen. Das ist besonders hilfreich, wenn zum Beispiel die Parksituation bei Ihnen vor Ort schwierig ist.

Sollten Sie Ihre Social Media Profile auf Ihrer Visitenkarte nennen?

Ich finde, Social Media Profile sind ein wichtiger Bestandteil Ihrer Visitenkarte. Denn so werden Ihre neuen Netzwerkkontakte animiert, sich direkt auch online mit Ihnen zu vernetzen.
Schreiben Sie nur die Social Media Profile auf die Karte, in denen Sie zuverlässig und regelmäßig anzutreffen sind. Wo kommunizieren Sie am liebsten?
Es kommt nicht darauf an besonders viele Kanäle zu zeigen, sondern die, die zu Ihnen passen.

Visitenkarte Design Passende Bewerber

Sabrina ist zum Beispiel viel auf Xing, LinkedIn und in Facebook unterwegs. Sie zeigt diese Kanäle auch auf ihrer Visitenkarte und macht es ihren Netzwerk Kontakten auf die Art leicht, sie zu erreichen.

Ein Foto von Ihnen auf Ihrer Visitenkarte? Passend oder unpassend?

Auf meiner Visitenkarte habe ich ein Foto von mir platziert. Es ist ein kleines Foto. Doch es ist gerade noch groß genug, um einen ersten Eindruck von mir zu bekommen.

Visitenkarte Design Nicole van Meegen

Das Foto verwende ich auch in allen Social Media Profilen und auf meiner Website. So wird der Wiedererkennungseffekt nochmal gestärkt.
Ich persönlich finde, für Solounternehmer ist es absolut legitim, ein Foto auf der Visitenkarte zu zeigen.
Es hilft auch jedem, der nicht so gut im Namen merken ist und baut eine optische Verbindung zu Ihnen auf.

Vielleicht hat Ihr Foto sogar einen speziellen Hintergrund, einen farbigen Hingucker oder ist auf andere Art einfach markant.

Ihr Kunde oder Netzwerkpartner, dem Sie Ihre Visitenkarte geben, steht natürlich immer im Vordergrund. Soll heißen, er oder sie ist die wichtige Person, auch wenn alle Daten auf Ihrer Karte sich natürlich auf Sie beziehen.
Daher platziere das eigene Foto nicht zu groß und zu marktschreierisch.

Andere Fotomotive und Bilder auf Ihrer Visitenkarte

Wenn Sie Bilder auf Ihrer Visitenkarte verwenden, achte Sie darauf, dass sie zum Stil Ihres Firmendesigns passen und nicht eine völlig neue Stimmung und Farbwelt mitbringen.
Die reinen Informationen über Sie sind das Wichtigste auf der Visitenkarte.
Designelemente und Bilder können die Wirkung der Karte verstärken, dürfen die Textinformationen jedoch nicht einengen oder überfrachten.

Visitenkarte Design Götterfunken

Auf der Visitenkarte von Holger Jansen gibt es gleich zwei Bilder beziehungsweise Grafiken. Zum einen ein Produktfoto als Hintergrundbild und zum anderen eine stilisierte Grafik von Gräsern als Ergänzung zum Logo auf der Vorderseite.

Welches Format soll Ihre Visitenkarte haben?

Vor kurzem habe ich die simple Frage in Social Media gepostet, ob meine Leser eher querformatige oder hochformatige Visitenkarten Designs mögen.
Darüber entstand eine recht ausführliche Diskussion.

Hochformat wirkt manchmal schlanker und eleganter. Doch lange Namen oder E-Mail-Adressen lassen sich darauf nicht gut (oder nur sehr klein) darstellen.
Querformat ist die häufigste Gestaltungsform bei Visitenkarten. Das liegt unter anderem daran, dass die Textzeilen länger sein können (eben zum Beispiel für E-Mail-Adressen).

Standardformat oder lieber ungewöhnlich?
Die Übersicht.

Rege Diskussion hat auch die Frage ausgelöst, ob das Standardformat von 85 x 55 cm besser ist, oder ob ein auffälliges Format viel besser den Sinn einer Visitenkarte erfüllt.

Bevor Sie sich entscheiden, ob Sie das normale Visitenkarten Format (85 x 55 mm) oder ein außergewöhnliches Format wählen, schauen Sie die folgende Gegenüberstellung an. Sie zeigt Ihnen die Vor- und Nachteile von beiden Varianten.

Außerdem hilft die folgende Übersicht Ihnen auch zu beurteilen, ob eine dünne Visitenkarte (mit Vorder- und Rückseitengestaltung), oder eine dickere mit mehreren Seiten sinnvoll ist.

Standardformat 85 x 55 mm

Pro:

  • passt in jede gebräuchliche Visitenkarten Hülle und in Geldbörsen
  • bei Netzwerkveranstaltungen kann sie gut zusammen mit anderen Karten in der Hand gehalten werden
  • durch ein professionelles Design und eine ansprechende und auffällige Haptik kann sie sich von anderen Karten abheben und in Erinnerung bleiben (Material, Oberfläche, runde Ecken)

Contra:

geht optisch in einer Sammlung verschiedener Visitenkarten eventuell unter, wenn das Design zu schlicht ist

Kleine und größere Formate (zum Beispiel quadratisch, rund, freie Form)

Pro:

fällt auf

Contra:

  • verschwindet im Stapel anderer Visitenkarten, wenn sie zu klein oder zu schmal ist
  • ist unhandlich, wenn sie größer als andere Visitenkarten ist (vor allem, wenn jemand verschiedene Visitenkarten gleichzeitig in der Hand hält – zum Beispiel bei Netzwerkveranstaltungen)
  • wird schnell aus einer Visitenkarten Sammlung aussortiert, da sie nicht in Standard Hüllen passt

Visitenkarten mit mehreren Seiten

Pro:

  • fällt auf
  • liegt eventuell besser in der Hand, da sie etwas schwerer ist
  • mehr Gestaltungsfreiraum

Contra:

  • Vielen ist eine mehrseitige Visitenkarte zu dick (Ich habe sogar schon gehört, dass manche Menschen eine Seite davon einfach abreißen und nur die andere Hälfte behalten … gruselige Vorstellung. Das ist aber ein Stück weit nachvollziehbar, wenn man viele Visitenkarten in der eigenen Geldbörse verstauen möchte.)
  • Die Karte ist eventuell zu dick, um bei Netzwerkveranstaltungen an eine große Visitenkarten Wand gepinnt zu werden. Ich kenne solche Wände von verschiedenen Veranstaltungen. Jeder Teilnehmer kann sich dort die Visitenkarten einfach abfotografieren. Wenn die Karte weder mit Pins noch mit Magneten an so einer Wand hält, ist das ärgerlich.

Was ist wichtiger?
Praktisch sein und gut in der Hand liegen?
Oder Auffälligkeit?

Entscheiden Sie selbst, was für Sie und Ihre Zielgruppe ausschlaggebend ist und welche Gestaltungstipps für Ihre Visitenkarten passend sind.

Brauchen Sie Unterstützung bei der Gestaltung Ihrer Visitenkarte?
Dann kontaktieren sie mich gerne für ein kostenfreies Erstgespräch.